von Migranten erfolgreich abgeschlossen

Im Rahmen der Fachtagung „Chancen und Potentiale für Leipzig – Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migraten“ vom 01. Oktober 2009 wurden von Existenzgründerzentrum Leipzig (EGZ) die Ergebnisse eines einjährigen Projektes zur Heranführung von Migranten an eine Selbständige Tätigkeit vorgestellt.

Projekt: „Unterstützende Angebote zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Migranten“
Projektdauer: 15.10.2008 – 14.10.2009

Ausgangssituation:

Keines der vorliegenden Förderinstrumente berücksichtigt im Vorfeld der Existenzgründung den besonderen Bedarf von gründungswilligen Migranten in sprachlicher und fachlicher Hinsicht. Dieser besondere Bedarf ergibt sich u.a. aus dem unterschiedlichen Kulturverständnis und dem sehr unterschiedlichen Ausgangsniveau einschließlich sprachlicher Hürden (Begriffsverständnis). Die Hemmschwelle für das Aufsuchen der unterstützenden Stellen ist deshalb oft viel zu hoch. Vorhandene Förderinstrumente setzen eine Entscheidung zur Selbständigkeit schon voraus. Damit kann diese Zielgruppe ihre Entscheidung zur beruflichen Perspektive, insbesondere zur Selbständigkeit, nicht sachkundig fällen.

Hier setzte das Projekt an:

Mit einem niederschwelligen Ansatz sollten die Teilnehmenden besser in die Lage versetzt werden, vorhandene Instrumente für Existenzgründer zu nutzen.
Dabei wurde auf Erfahrungen gesetzt, welche das EGZ im Rahmen eines EQUAl-Projektes als Partner des Dresdner Exis Europa e.V, der sich mit der Existenzgründung von Migranten beschäftigte, gemacht hat.

Unter Beachtung kultureller Besonderheiten, sprachlicher Hürden und durch die aktive Einbeziehung der Teilnehmer in alle Projektphasen sollten die Teilnehmer befähigt werden, sachkundige Entscheidungen für ihre eigene berufliche Perspektive zu fällen ggf. eine Existenzgründung als Alternative zur Arbeitslosigkeit zu sehen und vorhandene Förderinstrumente in Anspruch zu nehmen.

Im Projektverlauf wurden 27 Teilnehmer mit russischem Sprachhintergrund in das Projektvorhaben integriert. Die Teilnehmer waren an einer Beschäftigung, insbesondere an einer Existenzgründung, interessiert.

Bei allem Engagement der Teilnehmer stellte sich die Sprachbeherrschung, aber auch bürokratische Handlungsweise, als das größte Problem dar. Dabei geht es nicht um Umgangssprache oder Fachsprache, das Problem ist Verwaltungs- und Ämtersprache, sind kulturelle Missverständnisse und mangelnde oder wenig sachkundige Unterstützung seitens der Mitarbeiter der ARGE, wenn die Teilnehmer so weit waren, vorhandene Förderinstrumente in Anspruch nehmen zu wollen.

Am Projekt nahmen 27 Personen teil. Alle Teilnehmer zählten zu Gruppe der Langzeitarbeitslosen – dieser Status hat sich im Projektverlauf aufgrund des Projekte bei einigen geändert:
Von 27 Teilnehmern haben

  • 15 gegründet
  • 4 befinden sich in der Gründungsphase
  • 6 sind in Arbeit
  • 2 Teilnehmer haben sich noch nicht entschieden

außerdem befinden sich 2 Vereine in der Gründungsphase.

 

Gründer-Stories

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