Noch vor den Weihnachtsfeiertagen, am 22.12.2011, hat der Bundespräsident das „Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt“, das die Neuregelung des Gründungszuschusses beinhaltet, unterzeichnet. Heute, am 27.12.2011, wird das Gesetz im Bundesanzeiger veröffentlicht. Wie im Gesetz festgehalten treten die Änderungen am Tage nach der Veröffentlichung, also am 28.12.2011, in Kraft.

Für Existenzgründer, die sich aus der Arbeitslosigkeit selbständig machen und den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen möchten, gelten damit ab diesem Datum neue Regeln

  • Es muss ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen bestehen.
  • Die Bezugszeit des Gründungszuschusses (ALG I + 300 €) wird auf 6 Monate verkürzt. Anschließend kann eine Verlängerung (300 €) für 9 Monate beantragt werden.
  • Der Gründungszuschuss wird von einer Pflichtleistung zu einer Ermessensleistung, d.h. die Agentur für Arbeit entscheidet anhand der Qualität des Gründungskonzeptes und der Erfolgaussichten der Gründung, ob der Gründungszuschuss gewährt wird oder nicht.

Bislang fehlen einheitliche Vorgaben, anhand denen die Bearbeiter bei der Agentur für Arbeit über die Vergabe des Gründungszuschusses entscheiden. Um den Gründungszuschuss auch nach den neuen Regeln bewilligt zu bekommen, sollten Gründer die folgenden Regeln beachten

  • Der Qualität des Gründungskonzeptes kommt künftig eine größere Bedeutung zu. Businesspläne „von der Stange“ werden deutlich schlechtere Chancen auf Erfolg haben als individuell ausgearbeitete Pläne, die detaillierte Angaben zur Markteintrittstrategie, der Zielgruppe, den Mitbewerbern sowie den Chancen und Risken der Existenzgründung enthalten.
  • Die Tragfähigkeit muss deutlich schneller erreicht werden, da bereit nach 6 Monaten die Gründungsförderung ausläuft. Belegen Sie anhand Ihrer Rentabilitätsplanung, dass diese Zeit ausreicht, um Ihr Unternehmen auf wirtschaftlich stabile Füße zu stellen.
  • Bereiten Sie Ihre Existenzgründung gründlich vor und beginnen Sie rechtzeitig mit der Kundenakquise. Im besten Fall können Sie bei der Abgabe Ihres Gründungskonzeptes bereits auf ihre ersten Auftraggeber verweisen und damit belegen, dass schon in den ersten Monaten nennenswerte Umsätze erzielt werden können.
  • Seien Sie bei der Umsatzplanung realistisch, aber auch nicht zu optimistisch, da auch zu hohe Umsätze zu einer Ablehnung führen können, da in diesem Fall der Bedarf nicht mehr gegeben ist.
  • Weisen Sie der Agentur für Arbeit nach, dass alle Vorraussetzungen für die Existenzgründung erfüllt sind, und belegen Sie dies ggf. durch Vorlage der entsprechenden Verträge und Unterlagen. Dies kann beispielsweise Qualifikationsnachweise, Aufträge, Mietvertragsentwürfe für Ihre Geschäftsräume oder die Finanzierungszusage der Bank für ein benötigtes Darlehen betreffen.
  • Überzeugen Sie Ihren Berater bei der Agentur für Arbeit von Ihrer persönlichen Eignung, Ihren fachlichen Qualifikationen auch im betriebswirtschaftlichen Bereich sowie von Ihrer Motivation, sich mit der Selbständigkeit eine neue berufliche Existenz aufbauen zu wollen und auch zu können!
  • Gründen Sie zum richtigen Zeitpunkt – da mit der Gesetzesänderung eine erhebliche Budgetkürzung einher geht, wird das der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehende Budget gegen Ende des Jahres fast ausgeschöpft sein. Dies kann zu einer deutlich strengeren Prüfung Ihres Gründungsvorhabens führen.
  • Wählen Sie für die fachkundige Stellungnahme zu Ihrem Unternehmenskonzept einen erfahrenen Berater, der die Gegebenheiten vor Ort und auch die Entscheidungskriterien der Agentur für Arbeit genau kennt. Sie erhalten so wertvolle Hinweise, was an Ihrem Konzept noch verbessert werden kann.

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